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„Star Wars 7: Das Erwachen der Macht“ – Eine Filmkritik

Ich könnte mich jetzt zuerst einmal über die Preise für eine 3D Vorführung aufregen: 15,50 Euro, das sind umgerechnet knapp 30,00 DM für eine Kinokarte am Samstagabend. Plus Vorverkaufsgebühr (1,55 Euro). Plus Parkticket (1,20). Plus Snack und Getränk (ca. 10,00 Euro). Und schon sind wir bei rund 30,00 Euro (60,00 DM) für knapp drei Stunden „Unterhaltung“ inklusive Sitzplatz und das Ärgern über nicht mehr vorhandenes Klopapier auf den Toiletten.

Aber das tue ich nicht, also, mich aufregen. Denn die Preise und Zustände sind nichts Neues. Und außerdem soll es in dieser Kritik ja um den neuen „Star Wars“-Film gehen, und nicht um das Drumherum.

Nun, eigentlich genügen mir persönlich genau drei Worte dafür: albern, vorhersehbar, langweilig.

Ich erspare es mir auf den mittlerweile ohnehin bekannten Inhalt einzugehen, der sowieso kaum Überraschungen oder gar Neues bot – dafür aber viele Handlungsstränge begann und nicht auflöste. Gut gegen Böse, der Todesstern ist jetzt eine Star Killer Base, der neue Oberbösewicht sitzt überdimensional wie seine Vorgänger auf einem Thron und die Showdowns finden wie gehabt an irgendwelchen Abgründen statt. Alles wirkte wie ein lauwarmer Aufguss: ein Androide, der einen geheimen Plan gespeichert hat, komplizierte Familienverhältnisse, die sehr vorhersehbar waren, eine Superwaffe – die letztendlich doch relativ einfach zu zerstören war. Und wozu bitte 3D? Für die paar Weltraumschlachten?

Das einzig Positive ist das Fehlen von Jar Jar Binks und das Widersehen mit alten Stars, wobei offensichtlich nur die wenigsten klar zu erkennen sind – unter den Kostümen von Chewbacca, R2-D2 und C-3PO könnte schließlich jeder x-beliebige Schauspieler stecken.

Was mich mit am meisten ärgerte waren die flachen Dialoge und die Filmfehler. Dass die Stars rennen und kämpfen ohne zu schwitzen, sich zu verletzen oder dreckig zu werden ist nichts Neues. Damit muss man als Kinobesucher leider leben. Aber Schnee, der auf aufgehitzte Gesichter fällt und nicht schmilzt? Chewbacca, der selbst in seinem Fell friert – aber das Mädchen in ihrem Hauch von Nichts zittert nicht einmal in der Kälte? Und ein Millennium Falcon, der von Szene zu Szene seine Größe ändert …

An den Kinokassen funktioniert der Film trotzdem. Warum?

Wahrscheinlich gerade weil es nichts Neues gibt. Jeder eingefleischte Fan kennt die Charaktere und die Geschichte zu jedem Wrack und Raumschiff. Die Anspielungen zu den vorherigen Filmen sind so zahlreich, dass Neues nicht vermisst wird. Man huldigt dem Alten; als käme man nach vielen Jahren nach Hause.

Alte Fans zu halten und sie für die zwei weiteren folgenden Filme zu begeistern ist damit einfach. Neue Fans hingegen damit einzufangen gestaltet sich meiner Meinung nach schwierig. Mich konnte der Film nicht begeistern und ich werde die 30,00 Euro das nächste Mal anderweitig einsetzen.

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